Erste Reaktionen auf den „Offenen Brief“

Die bisherigen Reaktionen auf den Offenen Brief an …. spielen sich auf mehreren Ebenen ab:

  • Ebene der Kommentare (einstellige Anzahl)
  • Ebene der ’stillen‘ Seitenbesuche (dreistellige Anzahl)
  • Ebene informeller Interaktionen im Netz (k.A.)

Eine Antwort der Adressatin liegt, soweit bekannt, bisher nicht vor.

sebastianpost.wordpress erhielt allerdings heute eine obskure Mitteilung in face-twitt-Keilschrift aus der Epoche der Regentschaft Angela der Eisernen. Diese Schrift soll angeblich nur von Piraten entschlüsselt werden können, welchen ein Bedingungsloses Grundeinkommen („BGE“)  den Zeitaufwand zur Entschlüsselung erlaubt, ohne einem lebenswerten Leben entsagen zu müssen.
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Die Nachricht oder was es auch sein mag hat folgendes Aussehen:
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sebpost wird die Wartezeit, bis eine interpretierbare Antwort auf den Offenen Brief vorliegt, mit allerlei nützlichem wie unnützem Zeitvertreib auszufüllen versuchen, so z.B. ließe sich mal ein Blick werfen in Ethische Leitlinien der GI (Stand: 04/2006).
Mag auch sein, die Wartezeit gibt Gelegenheit, mal unter aktuellem Blickwinkel wieder in die Rezension Debora Weber-Wulff u.a.: Gewissensbisse Orientierung im digitalen Maschinenraum von Milos Vec in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Online (04.03.2010) zu Weber-Wulff et al.: Gewissensbisse – Ethische Probleme der Informatik (2009) bzw. in die Arbeit selbst reinzuschauen.
Dies scheint ein gar nicht so unnützer Zeitvertreib zu sein, geht es doch in beiderlei Fällen – „Offener Brief“ einerseits und „Ethische Leitlinien“ sowie in „Gewissensbisse“ andererseits um ein gerade wieder sehr aktuell gewordenes Thema, i.e. „Person und Gewissen“ (Schavan, 1980).

24.07.2012
Neben solch weltlich fundierten Maßstäben fällt der Blick auch zuweilen auf religiös eingebundene Vorbilder.

Christliches Vorbild?

Nachdem Ethikfragen hin und (neuerdings) wieder im VroniPlag Wiki en vogue sind, weil von außen an die Wiki-Verantwortlichen herangetragen, und nachdem sich Weber-Wulff als WiseWoman anscheinend auch mal gern auf Bibelzitate stützt (Forum:Verhältnismäßigkeit und christliches Vorbild), sei in Erinnerung gebracht, dass neben 2. Mose 20, 15 auch geschrieben steht 2. Mose 20, 16 und 17.

2. Mose 20, 16 gilt, glaube ich, auch für das Unterschlagen und Unkenntlichmachen der bis zum Zeitpunkt der jetzigen Geschichtsumschreibung für jedermann erkennbaren Tatsache, dass einzig ’Goalgetter’ als “founder“ (“Gründer“) von VroniPlag Wiki galt und zu gelten hat.

2. Mose 20, 17 meint insbesondere: “noch alles, was dein Nächster hat“, und das gilt, glaube ich, auch für founder-badges, denn da der HERR allwissend ist, kannte er als zeitloses Wesen natürlich auch schon Wikia und founder badges in Wikia-Wikis und natürlich auch schon den dreisten Versuch im VroniPlag Wiki, die Gründungsgeschichte umzuschreiben.

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Nachtrag zum Offenen Brief vom 12.07.2012 an Frau Dr. Debora Weber-Wulff von der HTW Berlin

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17.07.2012

Notiz zu: Offener Brief an ….

Am 12.07. wurde ein “Offener Brief“ bei sebastianpost veröffentlicht, hier in Kopie noch einmal zweitveröffentlicht. Am 15.07., 11:29 a.m., ließ es sich Martin Heidingsfelder nicht nehmen, via Twitter per Tweet an ’vplagger’ auf dieses Blog hinzuweisen. Man darf jetzt wohl annehmen, dass der Offene Brief aus der Verborgenheit eines Blogposts zur Adressatin (Prof. Weber-Wulff) gefunden hat. Eine Antwort konnte bis heute nicht festgestellt werden. Das muss mit Bedauern zur Kenntnis genommen werden, insbesondere aber auch mit Erstaunen, da der „Offene Brief“ davon ausging, dass ein exponiertes Mitglied der Wissenschaftsgemeinde und die Inhaberin eines Lehrstuhls an einer staatlichen Institution sich einer Stellungnahme zu dem beanstandeten Sachverhalt nicht entziehen wird, zumal sie ja infolge ihrer – öffentlich bekannten – aktiven Mitarbeit im VroniPlag Wiki sich ansonsten völlig unnötig dem Verdacht aussetzen könnte, diesen dubiosen Vorgang im Wiki passiv oder aktiv mitzutragen.
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Im nachhinein fand sich dann eine Einlassung der Adressatin in ihrer Rolle als Mitarbeiterin ‚WiseWoman‘ im VroniPlag Wiki, die in einer erstaunlichen Übereinstimmung mit dieser Erwartung steht:

Die Universitäten sind öffentlich finanziert. Die Öffentlichkeit hat einen Recht, mMn, zu erfahren, was damit gemeint ist.“
WiseWoman 22:26, 11. Jul. 2012 (UTC)

(Offener Brief wegen Dähnert)
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Da hat ’WiseWoman’, das alter ego der hier im Offenen Brief angesprochenen Lehrstuhlinhaberin Prof. Weber-Wulff, einen kongenialen Gedanken formuliert, der überhaupt erst die Form des Offenen Briefs an eben die Hochschullehrerin Weber-Wulff begründete. Sebpost zitiert: “Die Universitäten sind öffentlich finanziert. Die Öffentlichkeit hat ein Recht, mMn, zu erfahren,“ [und ergänzt mit Selbstzitat aus dem Offenen Brief:] ob es sich nach Meinung von Frau Dr. Weber-Wulff mit dem Amtsverständnis und dem Selbstverständnis als Hochschullehrerin vereinbaren lässt, an einem der Aufdeckung wissenschaftlicher Unredlichkeit verpflichteten Wiki weiter verantwortlich mitzuarbeiten, das sich nicht scheut, ein seit dem 28.03.2011 bestehendes Gründungsdokument nachträglich abzuändern.
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Da Weber-Wulff erfreulicherweise anscheinend die besondere Rechenschafts- bzw. Informationsverpflichtung einer öffentlich finanzierten Institution gegenüber der Öffentlichkeit anerkennt, da mag es doch sehr erstaunen, dass sie zu ihrer zumindest stillschweigenden Duldung des skandalösen Vorgangs im Wiki und den im Offenen Brief an Sie – nicht an ’WiseWoman’! – gerichteten Fragen – bisher – nicht Stellung nimmt.
Mag ja sein, dass ihr als ’WiseWoman’ im Wiki geraten wurde, keine Antwort sei besser als jedwede denkbare Antwort. Sebpost macht sich solche Spekulation nicht zu eigen. Darauf kommt es nämlich auch gar nicht an, denn bei einer Inhaberin einer Professur an einer öffentlich finanzierten Institution dürfte man ohnehin erwarten, dass sie ihrem eigenen o.a. Maßstab auch gegenüber sich selbst gerecht wird, welchen sie gegenüber anderen, nämlich der BTU Cottbus wegen Dähnert einfordert.
sebastianpost.wordpress möchte vorsorglich betonen, dass der „Offene Brief“ ausschließlich das Ziel verfolgt, öffentlich Fragen zu stellen, verbunden mit der Hoffnung, dass eine Lehrerin an einer staatlichen Hochschule sich von einem ihre Integrität potenziell beschädigenden Vorgang in einem Wiki – nicht etwa vom Wiki -, wo sie selbst als Admin mitarbeitet, distanzieren möge.
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Es sei an Cicero erinnert: Qui tacet, consentire videtur. /sebpost